Plugin-Vorstellung: Mit Tinypass den Blogcontent monetarisieren

tinypassMöglichkeiten, seinen Blog zu monetarisieren bzw. mit dem Blog oder seiner Website Geld zu verdienen, gibt es doch einige.

Neben der beliebten (weil einfachen) Nutzung von CPC-Anbietern wie Google Adsense, Adiro oder Contaxe, Linkmarketing oder Einblendung von Werbebannern lässt sich mit eigenen Produkten oder dem Verfassen von lesenswertem Content mit Sicherheit noch mehr umsetzen.

Wie man hochwertigen virtuellen Inhalt  – sei es nun Blogartikel, Video-Tutorials oder Ebooks – erstellt, der sich auch dementsprechend verkauft, ist eine Sache (auf die ich in diesem Beitrag nicht eingehe). Die andere ist es, wie man ein System in seinen Blog implementiert, damit der Verkauf auch technisch funktionieren kann.

Eine simple, aber für den Downloadinhalt nicht gerade sichere Möglichkeit, ist der Einbau eines PayPal-Buttons. Wie dies funktioniert, habe ich schon mal in einem länger zurückliegenden Artikel beschrieben. Allerdings kann man damit seinen Blogcontent nicht käuflich machen.

Andere technische Umsetzungen gibt es natürlich auch noch, doch die sind schon aufwändiger zu realisieren.

Vier verschiedene Wege, mit Tinypass den Blog zu monetarisieren

In diesem Beitrag will ich den Service von Tinypass vorstellen, mit dem sich solche Verkaufsprozesse auf dem Blog mittels Anmeldung auf deren Plattform und der Installation eines WordPress-Plugins durchführen lassen.

Seit Anfang 2011 gibt es das amerikanische Online-Start-up, dessen Service auch von deutschen Bloggern und Website-Betreibern genutzt werden kann. Und nicht nur für WordPress liefert Tinypass ein entsprechendes Plugin, sondern auch  Erweiterungen bzw. Module für die Content-Management-Systeme Drupal und Joomla.

1. Verkauf von downloadbaren Produkten

Falls Sie auf Ihrem Blog downloadbare Produkte wie beispielsweise Musik-Files oder generell Audio-Dateien, Ebooks oder Software-Tools anbieten wollen, können Sie den Service von Tinypass einsetzen.

Auf einem deutschen Blog habe ich den Einsatz von Tinypass für das kostenpflichtige Herunterladen eines Ebooks entdeckt, und zwar auf Street62.de.

Hier ein Screenshot:

Beispiel Tinypass

Wer auf den blauen Download-Link mit Preisangabe klickt, wird zur Tinypass weitergeleitet. In dem kleinen sich öffnenden Fenster steht dann der Hinweis, dass der Einkauf noch bestätigt werden muss mit einem weiteren Klick auf die blaue Preisangabe.

Tinypass Bezahlung

Der nochmalige Klick führt dann zu den verschiedenen möglichen Zahlungswegen. Hier kommt für deutsche User in erster Linie PayPal und auch noch die Kreditkartenzahlung infrage. Google Wallet ist in Deutschland noch nicht allzu populär.

Tinypass Bezahlung

Wer dann auf PayPal klickt, wird schließlich zu deren Portal weitergeleitet, wo die üblichen Zahlungsschritte absolviert werden können.

2.  Freischalten von Videos

Auch Videoschulungen oder andere Videoinhalte lassen sich mit Tinypass realisieren. Sie können damit auch mehrere Videos kostenpflichtig dem Käufer zur Verfügung stellen.

3. Einzelne Blogartikel

Hochwertigen Bloginhalt können Sie für Ihre Leser/innen kostenpflichtig machen. Allerdings lohnt sich diese Vorgehensweise nur bei wirklich einzigartigem Content mit großem Mehrwert für die Websitebesucher, sodass diese auch bereit sind, ein paar Euros für den Beitrag springen zu lassen.

4. Abonnements

Mit Tinypass kann man auch sogenannte Membership-Seiten aufbauen, wo monatlich eine Gebühr fällig wird. Allerdings würde ich dafür eher ein entsprechendes Membership-Plugin wählen als Tinypass einzusetzen.

Eine andere Möglichkeit ist die, den Usern pro Monat eine bestimmte Anzahl von Artikeln kostenfrei zugänglich zu machen und ab deren Überschreitung eine monatliche Gebühr zu verlangen.

Dieses System setzen vor allem in den USA einige große Zeitungen um, wie beispielsweise die New York Times. Da darf man pro Monat zehn Artikel kostenlos lesen. Überschreitet man diese Zahl, wird man zu einer Subscription-Seite weitergeleitet, wo man dann für ein Abonnement für einen Monat 15 Dollar zahlen muss. Zahlungs-Anreize sind oft deutliche Vergünstigungen für die ersten vier Wochen.

Aber auch deutsche Zeitungen bieten Digital-Abos an (sogenannte E-Paper), die preislich oft um die 20 bis 30 Euro liegen.

Was kostet Tinypass?

Der Service und das Plugin kosten zuerst einmal nichts. Tinypass finanziert sich dann allerdings über die Umsätze der Tinypass-Nutzer.

Auf der Plattform werden folgende Preise bzw. Gebühren angegeben:

Von den ersten 200 Dollar Einnahmen behält Tinypass 10 Prozent, liegt der Betrag über 200 Dollar werden nur 5 Prozent Gebühren von Tinypass eingezogen.

Außerdem berechnet der Dienst Gebühren für die Transaktionen von PayPal, Kreditkartenzahlung und Google Wallet. Bei Kreditkartenzahlung fallen 2,9 Prozent Gebühren plus 30 US-Cents an, bei PayPal-Transaktionen 5 Prozent Gebühren plus 5 US-Cents, bei Google Wallet 2,9 Prozent Gebühren plus 30 US-Cents.

Tinypass bietet auch einen Online-Rechner an, wo man seinen geplanten Verkaufspreis eingibt und schließlich genaue Werte für Transaktions- sowie Tinypassgebühren erhält.

Das heißt auch, dass man als Publisher für die Tinypass-Nutzung kein eigenes PayPal-Konto besitzen muss, denn Tinypass leitet die PayPal-Zahlungen von Käufern direkt an den Kundenaccount auf der Tinypass-Plattform. Dort gibt es einen Bereich “Payouts”, wo die Verkäufe für den Publisher einsehbar sind und auch die erzielten Einnahmen.

Diese Abzüge sollte man in den Preis seiner kostenpflichtigen Downloads oder seiner Blogartikel mit einkalkulieren.

Wie funktioniert Tinypass genau?

Ich habe mir einen Account bei Tinypass angelegt, die notwendigen Schritte dort ausgeführt und mir auch schon das Plugin runtergeladen.

Das Imagevideo von tinypass

Tinypass — Made in NYC from Tinypass on Vimeo.

In einem weiteren Artikel will ich Tinypass und seine Funktionen genauer testen, denn erst dann kann ich wirklich beurteilen, ob der Einsatz so einfach und unkompliziert ist.


2 Kommentare zu Plugin-Vorstellung: Mit Tinypass den Blogcontent monetarisieren

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