Medikamente sind teuer, aus meiner Sicht teilweise viel zu teuer. Zusätzlich werden auch die meisten rezeptfreien Arzneiartikel von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt. Und so können auf jemanden, der regelmäßig bestimmte Medikamente benötigt, ganz schöne Kosten zukommen.
Da ich selbst einige pflanzliche bzw. homöopathische Präparate einnehme, habe ich vor einigen Monaten die Arzneimittelpreise einiger Online-Apotheken unter die Lupe genommen – und war positiv überrascht, wie viel Sparpotenzial sich da für mich offenbarte.
Gerade bei hochpreisigen Arzneien ist der Preisunterschied am gravierendsten. Also warum Geld verschenken, wenn man es deutlich billiger haben kann?
Um die Preisunterschiede konkret zu verdeutlichen, habe ich vier rezeptfreie Arzneimittel ausgewählt und mir ihre Preise im Internet angeschaut:
Tebonin intens (120 mg – 200er Packung): – Durchblutungsförderndes Ginkgo-Präparat
UVP (Unverbindliche Preisempfehlung): 154,20 €
preiswertestes Angebot: 98,92 €
= Ersparnis: 55,28 €
Umckaloabo (50 ml): – pflanzliches Mittel gegen Bronchitis
UVP (Unverbindliche Preisempfehlung): 19,18 €
preiswertestes Angebot: 11,07 €
= Ersparnis: 8,11 €
Iberogast (100 ml): – Magentherapeutikum
UVP (Unverbindliche Preisempfehlung): 32,20 €
preiswertestes Angebot: 18,98 €
= Ersparnis: 13,22 €
Otriven Nasenspray (15 ml, 0,1%, ohne Konservierungsstoffe)
UVP (Unverbindliche Preisempfehlung): 5,40 €
preiswertestes Angebot: 5,06 € (plus Versandkosten)
= Ersparnis: 0,36 €
Ich muss zu den Preisen noch eine Bemerkung machen: Ich habe die niedrigsten Preise ausgewählt, in denen – wenn möglich – keine Versandkosten enthalten waren. Die meisten Online-Apotheken berechnen bis zu einem bestimmten Bestellbetrag (der liegt meistens zwischen 20 und 25 €, manche verlangen auch einen deutlich höheren Bestellbetrag) Versandkosten, die zwischen 1,99 bis um die 5 € liegen.
Eine größere Bestellung, vielleicht auch eine Sammelbestellung für mehrere Personen, lohnt sich also allemal. Denn dann hätten Sie die oben genannten Medikamente wie Otriven (2,96 €) oder Iberogast (18,40 €) noch preiswerter erhalten. Einige Apotheken geben auch auf eine Bestellung von mindestens 100 € einen zusätzlichen Nachlass (Gutschein) von z. B. 5 €.
9 Tipps zum Online-Einkauf von Medikamenten
In der letzten Zeit wurde in den Medien oft darüber berichtet, dass einige Online-Apotheken gefälschte Arzneimittel verschicken. Gefälscht heißt in diesem Zusammenhang, dass die Medikamente entweder gar keinen, einen anderen, zu viel oder zu wenig Wirkstoff enthalten. Besonders “fälschungsanfällig” sind Schmerzmittel, Antibiotika, cholesterinsenkende Präparate, Krebsmedikamente und Potenzpillen. Wenn Sie folgende Tipps beachten, kann Ihnen bei Ihrem Medikamenteneinkauf online nichts passieren:
1. Wählen Sie seriöse Anbieter. 
Von Apotheken, die Ihnen Angebote ungefragt per E-Mail zusenden (Spam-Mails), sollten Sie am besten die Finger lassen. Seriöse Anbieter machen so etwas nicht. Achten Sie auch auf das Siegel des Deutschen Instituts für medizinische Dokumentation und Information. Dieses nimmt seriöse Online-Apotheken in sein Versandapotheken-Register auf. Das Zeichen ist auf der Startseite von den in dem Register stehenden Apotheken zu sehen:
2. Bestellen Sie nur die Medikamente, die Sie auch wirklich brauchen.
Top-Angebote, Sparaktionen und Sonderangebote können zu spontanen Zusatzbestellungen verführen. Kaufen Sie jedoch nur das, was Sie wirklich brauchen.
3. Prüfen Sie Ihre Bestellung genau, bevor Sie sie abschicken.
Internetapotheken sind nicht verpflichtet, Medikamente zurückzunehmen. Prüfen Sie daher beim Bestellen ganz genau, ob Sie das gewünschte Medikament in der entsprechenden Stärke und die richtige Packungsgröße gewählt.
4. Achten Sie auf die Versandkosten.
Nur wenige Internet-Apotheken verlangen grundsätzlich keine Versandkosten. Meistens entfallen diese erst ab einem bestimmten Bestellwert (s. o den Hinweis). Daher sind Sammelbestellungen eine gute Möglichkeit, diese Kosten zu umgehen.
5. Prüfen Sie die Kosten bei Rücksendungen.
Große Unterschiede gibt es beim Rücksende-Prozedere. Nur kulante Internetapotheken erstatten alle Kosten, die Ihnen bei Rücksendungen entstanden sind.
6. Achten Sie auf die Liefer- und Versandbedingungen.
Internet-Apotheken liefern inzwischen meist innerhalb von ein bis zwei Tagen. Ganz schnelle Bestellungen werden bei einigen Anbietern gegen Aufpreis auch als Express verschickt – dies ist oft gar nicht notwendig.
7. Klären Sie wichtige Fragen persönlich.
Wenn Sie Fragen zu Wechselwirkungen und Unverträglichkeiten haben, wenden Sie sich am besten an eine Apotheke Ihres Vertrauens. Dort können im persönlichen Gespräch offene Fragen oft besser geklärt werden. Viele Internet-Apotheken verfügen aber auch über einen kostenlosen telefonischen Kundenservice, an den Sie sich wenden können.
8. Am besten bezahlen Sie per Rechnung.
Am sichersten bezahlen Sie per Rechnung. So können Sie in Ruhe prüfen, ob die Waren richtig geliefert wurden und etwaige Rücksendungen direkt mit dem Kaufpreis verrechnen.
9. Achten Sie auf sichere Anbieter mit verschlüsselten Seiten.
Für Internet-Apotheken gelten die gleichen Sicherheitsregeln wie bei anderen Online-Shops. Gehen Sie sorgfältig mit Ihren Passwörtern um. Bevorzugen Sie Anbieter, die sichere Zahlungssysteme und die Eingabe von Kundendaten auf verschlüsselten Seiten anbieten.
Unter diesem Link können Sie Arzneimittel-Preise und Online-Apotheken in Ruhe vergleichen. Wie gesagt, der Vergleich lohnt sich wirklich!
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(Bildquelle Artikelanfang: © Daniel Fuhr #5960304/Fotolia.com)

Mein Name ist Susanne Braun und ich bin selbständige Webdesignerin, Bloggerin und EDV-Dozentin. 




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